Mediation

Konfliktlösung im Rahmen der Betriebsnachfolge

Bei der Übergabe eines Unternehmens an einen Nachfolger spielen nicht nur harte Fakten eine Rolle. Meist sind persönliche Befindlichkeiten und Ängste für Abweichungen vom Übergabeplan verantwortlich.

Folgende Gründe können im Zuge einer Nachfolge die Effizienz des Betriebes negativ beeinflussen:

  • Erbstreitigkeiten in der Familie
  • unterschiedliche Auffassungen bei gemeinsamer Unternehmensfortführung durch die Kinder
  • Auseinandersetzungen aufgrund unzureichender Kompetenz-Abgrenzungen zwischen Übergeber und Übernehmer
  • leistungshemmende Ängste der Belegschaft nach der Unternehmensübergabe

Hinzu kommt die Suche nach einem für beide Seiten akzeptablen Kaufpreis, die sich fast immer als schwierig erweist.

Bei der Lösung solcher Konflikte kann Mediation hilfreich sein. Mediation ist ein Verfahren zur freiwilligen, außergerichtlichen Streit-Beilegung. Mit Hilfe der Moderation eines neutralen Dritten (des Mediators) erarbeiten die Parteien eine eigenverantwortliche Problemlösung.

Vorteile eines Mediationsverfahrens (gegenüber gerichtlichen Auseinandersetzungen oder dem Weiterschwelen von Konflikten):

  • Es wird nach wirtschaftlichen Lösungen gesucht, bei denen beide Seiten gewinnen (Win-win-Situation).
  • Gesichtsverluste werden vermieden.
  • Die Zusammenarbeit mit den
    • Unternehmenspartnern,
    • Übergebern,
    • Nachfolgern und
    • Mitarbeitern kann weniger belastet fortgesetzt werden.

Bei der Mediation stehen nicht die Vergangenheitsbewältigung, sondern in die Zukunft gerichtete Lösungen im Vordergrund. Der Mediator hat nicht die Funktion eines (Schieds-)Richters. Er soll ausschließlich helfen, Konflikte zum beidseitigen Vorteil zu lösen.

11.8.2013
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