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Schritt für Schritt zum Franchise-Nehmer

Infoserie Franchising - Teil 4

 

Die Auswahl ist groß: In Österreich gibt es über 400 Franchise-Systeme. Doch welches ist das richtige? Angehende Franchise-Nehmer sollten sich zuerst einen Überblick zu verschaffen – etwa bei der Franchisebörse der Wirtschaftskammer (www.franchiseboerse.at) oder beim Österreichischen Franchise-Verband (www.franchise.at). Dann muss man sich überlegen, welche Franchise-Systeme in Frage kommen. "Das System muss zur Persönlichkeit passen und man muss sich auch mit der Marke identifizieren können“, sagt Melanie Polzer, Leiterin des Gründer- und Unternehmerservice in der Wirtschaftskammer Kärnten.
 

Information und Auswahl

 
Als nächstes kann man eine Liste aller in Frage kommenden Systeme erstellen und die entsprechenden Unterlagen anfordern. Im Zuge dessen sollte man gleich überprüfen, ob alle persönlichen und fachlichen Voraussetzungen für die Selbstständigkeit gegeben sind. "Es ist ratsam, detaillierte Unterlagen anzufordern, persönliche Gesprächstermine mit den handelnden Personen zu vereinbaren und das Angebot zu überprüfen. Seriöse Franchisegeber erkennt man unter anderem daran, dass sie Zahlen und Vertragsdetails offenlegen“, erklärt Polzer. "Lassen Sie sich bei der Auswahl des Systems Zeit.“
 
"Seriöse Franchisegeber erkennt man unter anderem daran, dass sie Zahlen und Vertragsdetails offenlegen"

Melanie Polzer

Beratung und Finanzierung

 
Hat man sich für ein System entschieden, sollte man das Vorhaben ausführlich mit einem Berater des Gründerservice, einem Anwalt und einem Steuerberater besprechen. Nun müssen auch der Kapitalbedarf, die Eigenmittel und die nötigen Fremdmittel geklärt werden. "Holen Sie Finanzierungsangebote von der Bank ein und informieren Sie sich über öffentliche Fördermittel“, rät Polzer. Mangelnde Vorbereitung ist der häufigste Fehler der Franchise-Nehmer. Für den Weg in die Selbstständigkeit muss man ausreichend Zeit einplanen, die Finanzierung sichern und einen realistischen Businessplan erstellen – das gilt auch für Franchising. Franchise-Nehmer haben es zwar in vieler Hinsicht leichter als andere Gründer, ein gewisses kaufmännisches und betriebswirtschaftliches Basiswissen sollte jedoch vorhanden sein.
 
Erst wenn alle offenen Fragen geklärt sind, wird der Franchise-Vertrag unterzeichnet. Danach erhält man in der Regel das Franchise-Systemhandbuch mit allen Details des Systems und allen Informationen zur Zusammenarbeit. Nach der Einschulung ins System durch den Franchise-Geber, ist es oft sinnvoll, das Konzept regional anzupassen. Und dann bleibt nur noch eines – die Eröffnungsfeier zu organisieren.