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Kaufpreisfindung

Methoden und Kriterien der Unternehmensbewertung

Eine entscheidende Frage beim Unternehmenserwerb ist die Kaufpreisfindung. Es gibt zwar viele Verfahren, aber keine fixen Regeln, nach denen ein Unternehmen zu bewerten ist.

Methoden zur Unternehmensbewertung

Bei der Unternehmensbewertung können unterschiedliche Berechnungsansätze verwendet werden. Generell werden folgende Methoden unterschieden:

  • Ertragswert-Methode
  • Substanzwert-Methode
  • Mischverfahren

Weiters zu beachten:

  • branchenspezifische Besonderheiten
  • die zukünftige Entwicklung
    • Eine im Zuge der Übernahme vom Vermieter vorgenommene Mietzinserhöhung wird den Wert entsprechend reduzieren.
    • Umgekehrt wird eine absehbare Anbindung des Betriebes an das öffentliche Verkehrsnetz den Wert aufgrund der künftigen besseren Ertragssituation erhöhen.

Schlussendlich bestimmen aber Angebot und Nachfrage den Kaufpreis des Unternehmens. Der Verkäufer wird versuchen, einen möglichst hohen Kaufpreis zu erzielen, während der Käufer das gegenteilige Interesse verfolgt. Je größer die Anzahl der Nachfrager ist, um so besser wird der Kaufpreis für den Verkäufer und umgekehrt. Auch das ausgefeilteste Bewertungsgutachten stellt bestensfalls eine Orientierung dar und bindet weder Übergeber noch Übernehmer an einen fixen Preis.

Kriterien für die Unternehmensbewertung

Bestimmte Kriterien können als Hilfestellung für die Unternehmensbewertung verwendet werden:

Bilanz
Bilanzen (Umsatz, Gewinn, Anlage- und Umlaufvermögen) und sonstige Geschäftsunterlagen (z. B. Kassabuch) sind wichtige Kriterien, nach denen der Wert des Unternehmens beurteilt werden kann. Aus den Umsatz- und Gewinnentwicklungen der letzten Jahre können wesentliche Rückschlüsse auf den Unternehmenswert geschlossen werden.

Allerdings stellt die Bilanz nur eine ungefähre Richtschnur dar, da die steuerliche Komponente beinhaltet ist. Der Steuerberater kann die Bilanz näher aufschlüsseln.

Standort
Je nach Branche ist die Gewichtung des Standortes eine andere.

  • Als Unternehmer im Handels- oder Dienstleistungsbereich hat man Interesse an einer möglichst gut frequentierten Lage.
  • Anders bei einem Produktionsbetrieb: Umso mehr Nachbarn in unmittelbarer Nähe sind, desto mehr Schwierigkeiten bei der Betriebsanlagen-Genehmigung sind zu erwarten.
  • Eine Rolle spielt auch die sonstige Infrastruktur:
    • Kundenparkplätze
    • Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel
    • Anschluss an öffentliche Einrichtungen (Kanal ...)

Arbeitnehmer
Mitarbeiter-Verträge müssen bei einem Unternehmenserwerb übernommen werden. Stellen Sie sich schon zu Beginn auf die innerbetrieblichen Verhältnisse ein:

  • interne Rangordnung
  • Erwartung an den "Chef“
  • Motivation

Ein Führungswechsel wird gerade von den Mitarbeitern sehr genau beobachtet und ist mit gewissen Ängsten, aber auch positiven Erwartungen verbunden. Zukunftsorientiert denkende Unternehmer können auch Mitarbeiter-Beteiligungen, meist in Form so genannter "Stiller Gesellschaften“, in Erwägung ziehen. Diese sind nicht nur haftungsmäßig begünstigt (Risikoübernahme z. B. durch die Austria Wirtschaftsservice GmbH), sondern auch ein wesentlicher Motivationsfaktor.

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Bringen Sie in Erfahrung, wie der Betrieb von den Kunden und der sonstigen Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Achtung: Ein Inhaberwechsel wird gerade von den Stammkunden genau beobachtet.

Domain-Namen, Marken- und Patentrechte
Wenn diese mitübernommen werden, wirken sie sich meist wertsteigernd aus.

Kosten- und Ertragssituation
Bei jeder Gegenüberstellung der Kosten und Erträge muss neben der aktuellen Situation auch die zukünftige Entwicklung beachtet werden.