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Einzelunternehmen gründen

Inhaber bedeutet, dass die Person sowohl Eigentümer als auch Pächter sein kann. Der Einzel-unternehmer haftet unbeschränkt mit seinem privaten Vermögen für die Schulden seines Unternehmens. Weil der Unternehmer das volle Risiko trägt, steht ihm auch der Gewinn alleine zu.

Dass der Inhaber des Unternehmens dieses alleine betreibt, bedeutet nicht, dass er gänzlich auf sich allein gestellt ist. Er kann Arbeitnehmer beschäftigen, also Arbeitsverträge abschließen. Auch die Mitarbeit seiner Familie im Unternehmen ist für ihn eine Möglichkeit der Unterstützung.

Gründung

Ein Einzelunternehmen entsteht grundsätzlich mit Gewerbeanmeldung bzw. Bewilligung.

Firmenbuch

Als Einzelunternehmer müssen Sie sich erst bei Erreichen der Rechnungslegungspflicht in das Firmenbuch eintragen lassen. Die Grenze der Rechnungslegungspflicht liegt grundsätzlich bei 700.000 Euro Jahresumsatz. 
Bei Nicht-Erreichen dieses Schwellenwertes ist eine freiwillige Eintragung möglich, jedoch ohne Bilanzierungspflicht. Die Eintragung kann aufgrund der firmenrechtlichen Möglichkeiten interessant sein.

Firma

Wenn Sie nicht im Firmenbuch eingetragen sind, müssen Sie zur äußeren Bezeichnung der Betriebsstätte und auf Geschäftsurkunden Ihren Familiennamen in Verbindung mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen verwenden.

Im Firmenbuch eingetragene Unternehmer können

  • Personen-,
  • Sach- oder
  • Fantasienamen

verwenden. 

Ein zwingender Rechtsformzusatz wie

  • "eingetragener Unternehmer",
  • "eingetragene Unternehmerin" oder
  • eine allgemein verständliche Abkürzung dieser Bezeichnung (z.B. "e.U.")

ist zu verwenden. 

Einzelunternehmer müssen zusätzlich ihren Namen angeben, wenn er sich von der Firma unter-scheidet.

Beispiele:

  • Personenfirma: Springer e.U.
  • Sachfirma: XY Holzhandel e.U.
  • Fantasiebezeichnung: Complex e.U.

Es ist auch möglich, zusätzlich eine Geschäftsbezeichnung zu verwenden.

Gewerbe-Berechtigung

Wenn Sie als Einzelunternehmer gewerblich tätig sind, benötigen Sie dafür eine Gewerbe-Berechtigung (Gewerbeschein). Dazu müssen Sie die allgemeinen und ggf. besonderen Voraus-setzungen für das Erlangen einer Gewerbe-Berechtigung erfüllen.

Wenn Sie die erforderlichen besonderen (fachlichen/kaufmännischen) Voraussetzungen nicht nach-weisen können, können Sie einen gewerberechtlichen Geschäftsführer bestellen. Dieser muss sich im Betrieb betätigen und als voll versicherungspflichtiger Arbeitnehmer mindestens die Hälfte der wöchtenlichen Normalarbeitszeit beschäftigt sein.

Sozialversicherung

Einzelunternehmer sind nach dem gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) bei der Sozial-versicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) pflichtversichert. Wenn Sie nebenberuflich selbständig sind, können Sie sich von der Vollversicherung im Rahmen der Kleinstunternehmer-Regelung befreien lassen. Daneben bestehen weitere Ausnahmemöglichkeiten, z.B. für Studierende und im Haushalt tätige Personen.

Steuern

Als Einzelunternehmer werden Sie zur Einkommensteuer veranlagt. Sie sind grundsätzlich verpflichtet, die Umsatzsteuer abzuführen.


Vorteile

  • Rasche, einfache Gründung: das Einzelunternehmen entsteht grundsätzlich mit Gewerbe-anmeldung
  • Einnahmen-Ausgaben-Rechnung bis zum Erreichen eines Jahresumsatzes von 700.000,-- Euro

Nachteile

  • Unbeschränkte, persönliche Haftung
  • Persönliches Einbringen der gewerblichen Befähigung (falls erforderlich). Ansonsten ist die Anstellung eines gewerberechtlichen Geschäftsführers notwendig.