th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Kapitalbedarf für Investitionen, Waren und Sonstiges

Bei der Planung des Kapitalbedarfs ist sowohl der langfristige als auch der kurzfristige Kapitalbedarf relevant. Auch die finanzielle Belastung der Anlaufphase sollten Sie berücksichtigen.

Die genaue Ermittlung des Kapitalbedarfs ist eine wesentliche Aufgabe bei der Unternehmensgründung. Dazu gehört aber nicht nur der langfristige Kapitalbedarf für das Anlagevermögen wie Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, sondern auch der kurzfristige Kapitalbedarf für das Umlaufvermögen. Hier müssen Sie an das Material- und Warenlager, an das Fertigwarenlager und an noch nicht eingegangene Zahlungen denken. Nicht zuletzt sollten Sie die finanziellen Belastungen während der Anlaufphase des Betriebes berücksichtigen.

Kapitalbedarf für Investitionen

Den Kapitalbedarf für Investitionen in Grundstücke, Gebäude, Maschinen oder Geschäftseinrichtungen können Sie durch die Einholung von Angeboten leicht feststellen. Berücksichtigen Sie dabei auch Nebenkosten wie Notariatsgebühren, Transportkosten etc.

Kapitalbedarf für Waren und Materiallager

Wenn Sie einen Produktionsbetrieb planen, müssen Sie vom geplanten Jahresumsatz den dafür notwendigen Materialverbrauch ableiten. Aus Vergleichszahlen der Branche können Sie ermitteln, wie oft sich das Lager im Jahr "umschlägt“. Den durchschnittlichen Lagerbestand, den Sie daraus ermitteln, ist eine wichtige Größe der Kapitalbedarfsplanung. Bei der Planung eines Einzelhandelsgeschäftes ist es wichtig, den Umfang der Warenausstattung festzustellen. Von den Lieferanten können Sie die Einkaufspreise erfragen. Davon leiten Sie den Wert des notwendigen Warenbestandes ab.

Laufender Kapitalbedarf

Zwischen Auftragseingang und Zahlungseingang vergeht viel Zeit. Sie können leicht feststellen, dass zur Überbrückung dieser Zeitspanne ebenfalls finanzielle Mittel notwendig sind. In diesem Zusammenhang wird es von großer Bedeutung sein, ob in Ihrer Branche Zahlungsziele üblich bzw. notwendig sind oder ob die Ware sofort bezahlt wird. In jedem Fall muss mit einer Anlaufzeit gerechnet werden, in der die Einnahmen geringer sind als die Ausgaben. Damit diese Durststrecke nicht zu lange wird, berücksichtigen Sie beim Berechnen des Betriebsmittelbedarfs am besten folgende Positionen: Außenstände, Personalkosten, Miete oder Pacht, ebenso Büro- oder Verwaltungskosten sowie Energie- und Fahrzeugkosten, aber auch Zinsen. Notwendige Privatentnahmen (Lebensunterhalt, div. private Versicherungen, persönliche Steuern, Miete bzw. Belastungen für das eigene Heim) dürfen Sie in dieser Aufstellung des Betriebsmittelbedarfs ebenfalls nicht vergessen.

Wenn Sie einen laufenden Betrieb übernehmen, entfällt die Berücksichtigung einer Anlaufzeit.