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Sozialversicherung

Sind Sie als Einzelunternehmer gewerblich tätig und damit aufgrund einer Gewerbe- oder anderen Berufsberechtigung WKO-Mitglied, sind Sie bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) pflichtversichert.

Als Gewerbetreibende oder Gewerbetreibender sind Sie in der Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung pflichtversichert. Die Kranken- und Pensionsversicherung ist dabei im Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) geregelt, die Unfallversicherung hingegen im Allgemeinen Sozialversicherungsgesetz (ASVG). Pflichtversichert sind Einzelunternehmer, Gesellschafter einer OG, Komplementäre einer KG und geschäftsführende (handelsrechtliche) Gesellschafter einer GmbH (sofern sie in dieser Funktion nicht bereits nach dem ASVG pflichtversichert sind).

Während des ersten Monats nach Gründung müssen Sie sich bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft melden. Auf der Website der Sozialversicherungsanstalten finden Sie Kontaktinformationen und Adressen und eine ausführliche Erstinformation zur gewerblichen Sozialversicherung.

Beiträge zur Sozialversicherung

Es wird zwischen dem Beitragsprozentsatz und der Beitragsgrundlage unterschieden. In der Krankenversicherung sind 7,65% und in der Pensionsversicherung 18,50% der Beitragsgrundlage als Beitrag zu zahlen.  

Beitragsgrundlage sind die Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Basis ist der Jahreseinkommensteuerbescheid. Für die Unfallversicherung ist ein fixer Beitrag (unabhängig vom Einkommen) von derzeit € 9,33 monatlich  (€ 111,96 jährlich) zu entrichten.

Im GSVG gibt es eine Mindestbeitragsgrundlage. Das heißt: Sie müssen auch dann Beiträge zahlen, wenn Ihre Einkünfte tatsächlich geringer sind oder ein Verlust vorliegt. Nach oben hin erfolgt die Begrenzung durch die Höchstbeitragsgrundlage. Weitere Informationen dazu finden Sie im Infoblatt "Sozialversicherung für Gewerbetreibende".

Jungunternehmer

Wenn Sie Neugründer sind, gelten für Sie in der Krankenversicherung in den ersten zwei Kalenderjahren Ihrer selbstständigen gewerblichen Tätigkeit fixe Mindestbeitragsgrundlagen. Hier wird Ihre die finanzielle Situation bei Neugründung berücksichtigt.

Die Mindestbeitragsgrundlage in der Krankenversicherung - nicht nur für Neugründer – liegt bei der ASVG-Geringfügigkeitsgrenze (€ 425,70 monatlich). In der Pensionsversicherung erfolgt die etappenweise Angleichung zwischen 2018 und 2022. Weitere Informationen dazu finden Sie im Infoblatt "Sozialversicherung für Neugründer“. 

Nebenberufliche Einkünfte (Mehrfachversicherung)

Sollte Sie neben Ihrer selbstständigen Tätigkeit auch einer unselbstständigen Tätigkeit nachgehen, unterliegen Sie der sogenannten Mehrfachversicherung. Informationen hierzu finden Sie im Infoblatt "Mehrfachversicherung“

KleinunternehmerInnenregelung

Als Einzelunternehmer können Sie sich von der Kranken- und Pensionsversicherung befreien lassen. Als Kleingewerbetreibende oder Kleingewerbetreibender (Einzelunternehmer, deren jährlicher Gewinn den Betrag von € 5.108,40 und deren jährlicher Umsatz den Betrag von € 30.000,-- nicht übersteigt) auch von der Pflichtversicherung befreien lassen. Die Unfallversicherung (€ 111,96 jährlich) müssen sie jedoch trotzdem bezahlen. Weitere Informationen finden Sie im Infoblatt "Sozialversicherung der Kleingewerbetreibenden“.  

Auf der Website der SVA finden Sie nochmals ein Überblick zum Thema Sozialversicherung für Kleinstunternehmer und EPU.

Mitarbeiter

Falls Sie Mitarbeiter einstellen wollen, müssen Sie diese nach dem ASVG versichern und vor ihrem Arbeitsantritt bei der Gebietskrankenkassa Ihres Bundeslandes anmelden. Auf der Website der SVA finden Sie die Adressen der zuständigen Gebietskrankenkassen.

Wenn Sie in den ersten drei Jahren nach Gründung Mitarbeiter beschäftigen wollen, vergessen Sie nicht, das entsprechende Formular nach dem Neugründungsförderungsgesetz bei der Gebietskrankenkassa und dem Finanzamt vorzulegen. Damit können Sie die Lohnnebenkosten reduzieren.