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Am Jakobsweg zur Gründung

Die Geschichte eines ganz besonderen Weges zum eigenen Lokal.

Renate Schwab hatte einen Job, der „sicher, bequem und langweilig“ war. Doch irgendwann stand die Salzburgerin vor der Frage: Gibt es da noch mehr?

  

Die Geschichte dieser Gründung beginnt eigentlich schon im Jahr 2006. Zu diesem Zeitpunkt hat die damals 40jährige Salzburgerin Renate Schwab bereits sage und schreibe 24 Jahre als pragmatisierte Beamtin im öffentlichen Dienst – genau gesagt im Finanzamt – hinter sich. Eines Tages allerdings stellt sich die Mutter von vier Kindern die Sinnfrage: „Soll es so sicher, bequem und langweilig bis zur Pensionierung in 25 Jahren weitergehen? Oder gibt es da noch mehr?“

 

Traum vom eigenen Café

Schon seit langem hatte Schwab – zu deren großen Leidenschaften „schon immer“ Kochen und Backen zählen – einen Traum vor Augen gehabt: den von einem eigenen, kleinen Café. Doch damals im Jahr 2006 reicht das Selbstvertrauen noch nicht so ganz für den Schritt in die Selbstständigkeit, wie die Salzburgerin heute erzählt. Und so folgt zunächst ein sechsjähriges Intermezzo in einem „lehrreichen, interessanten und spannenden Job“ in der Privatwirtschaft, in dessen Rahmen Schwab für die Finanzen einer internationalen Konzertagentur zuständig ist. Doch das eigentliche Ziel verliert sie dabei nie aus den Augen, absolviert neben ihrer Berufstätigkeit die Gastgewerbe-Befähigungsprüfung beim WIFI in Salzburg sowie eine Barista-Ausbildung. Gemeinsam mit ihrem Bruder, mit dem sie auch das Lokal eröffnen will, entwickelt Renate Schwab schließlich auch die ersten Konzepte für ein Café oder Bistro. Doch dann schlägt das Schicksal zu, der Bruder erliegt einem Krebsleiden. Doch sein Tod im Jahr 2013 wird zum Schlüsselerlebnis für die angehende Unternehmerin:

 

Abschied und Anfang

Gemeinsam mit der Lebensgefährtin des Verstorbenen macht sich Schwab auf den Weg nach Spanien, um auf dem legendären Jakobsweg Gedanken und Gefühle zu ordnen. Fünf Wochen und 522 Kilometer später hat sich die Salzburgerin endgültig entschieden: der lange gehegte Plan für ein eigenes Lokal soll endlich in die Tat umgesetzt werden. Schwab heute: „Am Jakobsweg ist mir klar geworden, dass ich jetzt das Bistro wirklich eröffnen werde.“ Am 24. August 2014 ist es schließlich soweit: Schwabs neues Bistro öffnet seine Pforten in der Salzburger Vogelweiderstraße. Und zwar eher still und leise, ohne besondere Werbung im

Ich wollte mich als Quereinsteigerin nicht blamieren

Vorfeld. Der Hintergedanke: „Ich wollte mich langsam einarbeiten und als Quereinsteigerin natürlich auch nicht blamieren.“ Die Ausrichtung als „vegan-vegetarisches Genuss-Bistro“ hat übrigens letztlich auch mit der Krankheit des Bruders zu tun, der während seiner Krebstherapie eine strenge Diät hatte einhalten müssen. Um ihn unterstützen zu können, lässt sich Schwab vom deutschen Autor zahlreicher veganer Kochbücher, Attila Hildmann, inspirieren. Und auch der Name des Lokals ist dem kreativen Bruder, der Maler und Musiker gewesen war, zu verdanken:

 

Maskottchen & Marke

Maskottchen Milton

Der hatte nämlich ein lustiges Maskottchen für das Bistro entworfen, das dort bis heute in Form von Bildern präsent ist. „Milton“ – der Name geht übrigens auf den amerikanischen Hypnose-Vorreiter Milton Erickson zurück – wurde so am Ende auch zum Label für das neue vegane Bistro in der Mozartstadt. Im April 2016 zieht das Milton! schließlich in den Stadtteil Maxglan um, um die Kundenfrequenz weiter zu erhöhen. Für Renate Schwab hat sich die Übersiedlung bewährt: „Unsere Stammkunden sind uns treu geblieben und wir bekommen

jeden Tag neue Gäste dazu. Und dank der viel besseren Lage findet uns jetzt auch der eine oder andere Tourist.“ Schon im Vorfeld der Gründung hatte die heute 51jährige Bistro-Chefin gemeinsam mit ihrer Tochter einen Businessplan erstellt: „Für mich war das sehr lehrreich und teilweise überraschend, da ich an manche Dinge vorher überhaupt nicht gedacht hatte.“ Keinen Gedanken musste Schwab „Gott sei Dank“ an Fremdfinanzierung verschwenden – dank eigenem Startkapital. Sehr wohl auf fremde Inputs wurde hingegen in Sachen Know-how

Das Gespräch beim Gründerservice hat uns Sicherheit gegeben

gesetzt. Die Unternehmerin: „Wir haben die Beratung des Gründerservice in Anspruch genommen und waren sehr dankbar, dass wir schon damals sehr gut informiert wurden.“ Der entscheidende Vorteil: „Das Gespräch mit unserem Ansprechpartner beim Gründerservice hat uns noch größere Sicherheit für die Eröffnung gegeben.“

 

Bauch und Boden

Als umsichtiger Berater steht zudem auch Ehemann Paul Schwab, der selbst jahrzehntelange Erfahrung als Unternehmer mitbringt, zur Verfügung. Neben seiner Arbeit in Administration und Buchhaltung greift auch er gelegentlich zum Kochlöffel, um seine Frau zu entlasten. Und die streut Rosen: „Ohne seine bedingungslose Liebe und Unterstützung wäre das Bistro wohl bis heute nur ein Traum geblieben.“ Renate Schwab weiter: „Für meine Bauch- und Herzentscheidungen ist er der ideale Gegenpart, der mich auch immer wieder auf den Boden zurückholt.“ Der Erfolg des Duos, dessen veganes Bistro längst mehr als ein Geheimtipp ist, kann sich indes sehen lassen. Längst würden keineswegs nur mehr Vegetarier und Veganer zu den Gästen zählen, sondern alle, die für Gaumenfreude und Gemütlichkeit empfänglich wären. Genug Gründe also, dass auch andere angehende Gründerinnen und Gründer auf den Geschmack der Selbstständigkeit kommen könnten, wie Renate Schwab glaubt.

Bleibe dir auch dann treu, wenn es einmal nicht so gut läuft

Entsprechende Tipps hat sie natürlich auch auf Lager. Erstens: „Sei mutig und bleib dir treu! Wenn du absolut überzeugt von deiner Idee bist, dann habe auch den Mut, sie umzusetzen.“ Und zweitens: „Bleibe dir auch dann treu, wenn es einmal nicht ganz so gut läuft, denn Qualität wird sich immer durchsetzen.“

  

Milton! Salzburg

Inhaberin: Renate Schwab

Maxglaner Hauptstrasse 22

A-5020 Salzburg

0676 3661174

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