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Amore? Gelato? Amorino!

Heiße Eis-Idee für Franchise-Feinschmecker

Geboren in Frankreich, beseelt von Italien, gepusht von zwei Deutschen. Und jetzt zergeht Amorino-Eis auch den Österreichern auf der Zunge.

 
Man nehme Eisgenuss auf höchstem Niveau, mixe Italien-Flair und ein ausgereiftes Franchise-Konzept dazu, und fertig ist die Erfolgs-Rezeptur. Die Vorgeschichte: 2002 eröffnen die zwei Jugendfreunde Cristiano Sereni und Paolo Benassi im Herzen von Paris ihren ersten Salon für hochqualitatives Speiseeis und taufen ihr kalt-köstliches Kind auf den Namen "Amorino“. Zehn Jahre danach ist Amorino in vielen Städten Europas, aber auch in New York und in Neukaledonien, mit bisher 63 ganz betulich "Boutique“ getauften Filialen vertreten. Seit Juni 2009 wird Amorino – leicht zu erkennen am namensgebenden kleinen Amor im Logo – auch in Österreich geschleckt. Und zwar an einer durchaus noblen Adresse: dem herrlichen Helblinghaus direkt beim Goldenen Dachl in Innsbruck.
 

Die Eis-Geschwister

"Wir kennen den Firmengründer Cristiano Sereni seit mehr als zehn Jahren über diverse Freundschaften in Italien“, erzählt Klaus Neumeister. Der 47jährige, gebürtige Würzburger ist Master-Franchisenehmer von Amorino für Österreich und betreibt mit seiner Eisliebe GmbH selbst zwei Amorino-Boutiquen. Die eingangs erwähnte in der Tiroler Landeshauptstadt sowie eine in Rosenheim in Deutschland, wo wiederum Schwester Jutta Neumeister als Master-Franchisenehmerin die Geschicke von Amorino lenkt. "Als ich mich vor drei Jahren beruflich verändern wollte, wurde mir und meiner Schwester das Konzept zum zweitenmal angeboten“, so Klaus Neumeister, der bis ins Jahr 2000 als selbstständiger Gastronom gearbeitet und danach Produzent einer Modekollektion mit eigenem Label gewesen war. 2009 fällt die Entscheidung schließlich eindeutig aus. Neumeister: "Als Qualitätsfetischist musste ich nicht lange über das Konzept nachdenken. Klingt kitschig, aber Amorino war Liebe auf den ersten Blick.“ Nachsatz: "Wir wollen beide gemeinsam Amorino als Premiummarke am deutschsprachigen Markt platzieren und arbeiten daher sehr eng zusammen.“
 

Schlüsselfertige Übergabe

Nachdem die perfekte Location gefunden und der Hauseigentümer erfolgreich vom Konzept überzeugt worden war, ging es ans Eingemachte. Neumeister: "Wir haben die GmbH gegründet, sie mit Privatkapital ausgestattet und losgelegt.“ Die gesamte Planung kam dabei aus dem Konzern: "Wir mussten uns lediglich um die behördlichen Genehmigungen und um einige Handwerker kümmern. Die Amorino Boutique wurde schlüsselfertig an uns übergeben.“ Neumeister selbst absolvierte im Vorfeld ein intensives Training in Paris und wurde zum Start von zwei Amorino-Trainern begleitet. Daneben nahm Neumeister auch das Gründerservice der "Die Amorino Boutique wurde schlüsselfertig an uns übergeben"Wirtschaftskammern in Anspruch. Sein Resümee: "Es war wirklich so einfach wie es klingt.“
Kleine Einschränkung: Die nötige Gesamtinvestition würde bei mindestens 150.000 Euro beginnen, verrät Neumeister. Auf der Amorino-Website wird präzisiert: "Die Finanzierung ist möglich mit 40 Prozent der gesamten Investition, 200.000 Euro.“ Laufende Zahlungen, etwa eine jährliche Franchisegebühr oder eine Werbepauschale gäbe es hingegen nicht. Dafür aber gute Verdienstmöglichkeiten: "Die Umsatzrendite liegt im Durchschnitt deutlich über dem, was in der Gastronomie normalerweise generiert wird.“
 
 
 

Wachstum ohne Kugeln

Neumeister selbst beschäftigt in der Hochsaison bis zu zwölf Mitarbeiter und freut sich über ein Wachstum von mehr als 30 Prozent seit der Gründung: "Die Resonanz ist überwältigend. Hier geht eindeutig Geschmackserlebnis vor Preis.“ Apropos Geschmackserlebnis: Künstliche Farb- oder Aromastoffe sind beim Edel-Gefrorenen ebenso tabu wie der Zusatz von Pflanzenfetten. Der Luftanteil des Bio-Eises beträgt lediglich 30 Prozent. Und im Winter werden statt leckeren Eissorten eben köstliche Schokolade-Spezialitäten angeboten. Eiskugeln sucht man allerdings "Wir produzieren ein Premiumprodukt mit sehr geringer Schwankungsbreite in der Qualität" bei Amorino vergeblich. Dafür wird das Eis als "Blume“ drapiert, sodass sich auf einer Eiswaffel deutlich mehr Geschmacksrichtungen kombinieren lassen. Neumeister: "Wir produzieren ein Premiumprodukt mit sehr geringer Schwankungsbreite in der Qualität, was bei der Verarbeitung von Naturprodukten ohne Chemie nicht einfach ist.“ Wenig überraschender Nachsatz: "Ich habe bisher noch kein besseres Eis gegessen.“ Das Interesse an Amorino-Franchising sei jedenfalls groß, berichtet der 47jährige. Im kommenden März wird Amorino in Graz an den Start gehen, zwei weitere Austro-Amorinos seien schon in der Pipeline. Wer erst einmal eine gute, aber bezahlbare Location mit sehr guter Frequenzlage speziell auch in den Abendstunden gefunden hätte, für den sei Amorino "nahezu ein Selbstläufer“, verspricht Neumeister.
 

Winter? Keine Angst!

Neben der Begeisterung für die Marke, Freude an der Dienstleistung und Fleiß bräuchten Interessenten vor allem auch Erfahrung in der Personalführung. Die Anforderungen an Hygiene und Freundlichkeit sowie die Verkörperung des "Amorino-Spirits“ seien nämlich sehr hoch und würden allmonatlich von Mystery-Shoppern gecheckt. Eine gastronomische Ausbildung ist hingegen nicht zwingend. Neumeister: "Wir haben viele Quereinsteiger.“ Zudem wird Amorino-Eis zentral produziert und angeliefert. Und noch ein Punkt: Neben den "konventionellen“ Eisboutiquen können Franchisenehmer auch mit zum Teil mobilen Pavillions in verschiedenen Größen oder mit einem kultigen Retro-Eiswagen auf Eis-Fan-Fang gehen. Neumeister, der im Rückblick heute noch mehr "auf die Erfahrung des Konzerns vertrauen“ würde, hat abschließend noch zwei Tipps für angehende Franchisenehmer in Sachen Eis auf Lager. Erstens: "Seid offen und nicht beratungsresistent.“ Und vor allem: "Ihr müsst keine Angst vor dem Winter haben!“
 
 
AMORINO
Eisliebe GmbH
Klaus Neumeister
Herzog-Friedrich-Straße 10
A-6020 Innsbruck
Mobil: 0664/9288270