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Ein Freund für Projekte

Ein Web-Tool und die passende Beratung speziell für kleine Einheiten als Geschäftsidee.

Andreas Bramberger hat viel erlebt, etwa bei einem 6000-Kilometer-Trip mit dem Fahrrad durch Afrika. Jetzt stellt sich der Projektmanager einem neuen Abenteuer: Selbstständigkeit.

   

Wenn Andreas Bramberger über seine bisherigen Erfahrungen spricht, dann kann das länger dauern. Denn der in Steyr aufgewachsene Oberösterreicher hat in seinen knapp fünf Lebensjahrzehnten schon eine Menge erlebt. Einen „sicheren“ Job bei Gericht gibt er auf, um seine Matura nachzumachen und an der Wirtschaftsuniversität in Wien zu inskribieren. Schon bald lockt aber der Ruf der weiten Welt: Bramberger schnappt sich ein Fahrrad und fährt 6000 Kilometer quer durch Afrika, durchquert per Autostopp die Sahara, trampt durch den Jemen und besteigt den Kilimanjaro. In der Folge schnuppert der heute 47jährige Oberösterreicher erstmals Business-Luft. Und arbeitet zum ersten Mal in jenem Feld, in dem er sich Jahre später selbstständig machen wird: im Projektmanagement.

Der Austausch mit anderen Gründern war sehr hilfreich.

Merger & Marathon

Andreas Bramberger erinnert sich an die Zeit, als er den Tramper-Look gegen einen Anzug eingetauscht hat: „Ich habe letztlich zehn Jahre am Merger zweier Großbanken mitgearbeitet und mich zum Projektmanager zertifizieren lassen. Ich habe ein Projektmanagement-Office aufgebaut und war Projektleiter eines Veränderungsprozesses.“ Bei einem anderen „Projekt“ steht dann allerdings wieder der Körper im Vordergrund: „Ich habe um Mitternacht das Internet durchstöbert und bin dabei über die Anmeldung zum Ironman in Kärnten gestolpert.“ Es folgt ein konsequentes Training, da Bramberger es sich in den Kopf gesetzt hat, alle Zweifler Lügen zu strafen. Am Ende bewältigt er auch diese Herausforderung erfolgreich. 2007 schließlich folgt er dem Ruf zurück nach Steyr, wo er unter anderem die KinderUniSteyr betreut, um speziell Kindern und Jugendlichen wissenschaftliche Themen nahezubringen.

Die Kunst war es, alles auf ein Minimum zu reduzieren.

Start für Projektfreund

Die Projektmanagment-Thematik lässt den Oberösterreicher aber auch in diesen Jahren nicht wirklich los. Anfang 2013 hebt Bramberger schließlich sein eigenes Unternehmen projektfreund.at aus der Taufe und wagt den Schritt in die Selbstständigkeit. Und obwohl er auch in dieser Hinsicht schon Erfahrungen gesammelt hat (vor längerer Zeit als Importeur von Möbeln aus Indien) zögert er nicht, sich im Rahmen der Gründer-Workshops des Gründerservice fundiert informieren zu lassen. Für Bramberger ein Gewinn: „Die Workshops waren sehr gut aufbereitet und der Austausch mit anderen Gründern war sehr hilfreich.“ Einen Businessplan hat er „natürlich“ geschrieben, die Finanzierung erfolgte aus Eigenmitteln, da eine Fremdfinanzierung „zu lange gedauert“ hätte und „die Banken diesbezüglich nicht gerade flexibel“ wären, so der Gründer.

Tool TiBO!

Im Zentrum des jungen Unternehmens steht eine webbasierte und „TiBO!“ getaufte Software, die speziell auf kleine bis mittlere Projekte von KMUs zugeschnitten ist. Hintergrund ist die Erfahrung Brambergers, dass allzu komplexe Projektmanagement-Tools in der Praxis unter starken Akzeptanzproblemen leiden: „Die Leute verlieren mitunter deswegen die Lust an einem Projekt, weil das Bedienen des Systems so aufwendig und kompliziert ist.“ Und für kleine Unternehmen sei das Implementieren von Projektmanagement-Systemen samt Beratern ohnehin viel zu teuer, so Bramberger. Die alltäglich zu beobachtende Folge sei ein wildes Improvisieren mit Excel-Dateien und Outlook-Listen – auch nicht das Gelbe vom Ei. Nach einer Entwicklungszeit von sechs Monaten hat Bramberger mit TiBO! jetzt eine Alternative im Angebot. Andreas Bramberger: „Die Kunst war es, alles auf ein Minimum zu reduzieren, um für die Praxis das Maximum rauszuholen. Und dabei alle wichtigen Parameter für einen erfolgreichen Projektverlauf zu berücksichtigen.“ Um Kunden von der Bedienerfreundlichkeit des Tools zu überzeugen, bietet projektfreund.at eine frei zugängliche Demo-Version an. Zu den bisherigen Verkaufszahlen schweigt sich Bramberger allerdings aus. Nur so viel:

 
Ich bin kein Unternehmensberater, der neue Baustellen aufreißt.

Projekthilfe vor Ort

„Die Kunden kommen aus unterschiedlichsten Bereichen, etwa Universitäten, NGOs, KMUs und so weiter. Der Fokus liegt jedoch bei kleineren Einheiten.“ Nachsatz: „Egal ob ein Unternehmen einen Kundenevent plant, eine neue Filiale eröffnen oder eine neue Telefonanlage anschaffen will, mit dem Tool können alle Beteiligten sofort losstarten.“ Doch projektfreund.at bietet auch jenseits des Online-Tools ganz reale Hilfestellungen vor Ort an. Der Bogen spannt sich von der Startplanung über laufende Projektbetreuung oder Beratungsleistungen bis hin zur „Anmietung“ als externer Leiter für ein Projekt. Und Bramberger beruhigt: „Ich bin kein Unternehmensberater, der ein Unternehmen oder eine Institution auf den Kopf stellt und neue Baustellen aufreißt.“ Sollten Projektkrisen auftreten, wird ein Beziehungsmanager zugezogen, der dann als Coach und Supervisor zur Verfügung steht.  

Überlegen Sie, ob Sie tatsächlich ein Unternehmertyp sind.

Unternehmertyp?

Welche Tipps für angehende Gründerinnen und Gründer hat der „Projektfreund“ auf Lager? Bramberger: „Überlegen Sie, ob Sie tatsächlich ein Unternehmertyp sind. Sie müssen viele Rollen – Chef, Buchhalter, Controller oder Werber – gleichzeitig übernehmen können.“ Daneben ist ein umfangreicher Businessplan „der Schlüssel“ für die Entscheidung, den Schritt in die Selbstständigkeit auch tatsächlich zu wagen, glaubt Bramberger. Daneben gelte es, auch einen „Plan B“ im Ärmel zu haben, falls die Umsätze hinter den Erwartungen zurückbleiben. Last but not least würde oftmals Vertrieb und Werbung allzu stiefmütterlich behandelt. Für den Neo-Unternehmer ein schwerer Fehler: „Schließlich geht es darum, ein Produkt oder eine Leistung zu verkaufen.“

Andreas Bramberger
www.projektfreund.at

office@projektfreund.at
0699 11718372
Leitenweg 2/2
A-4400 Steyr