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Ein McKonzept von A bis Z

McFranchise

Ein deutscher Kanadier bäckt in Österreich amerikanische Brötchen. Besser gesagt: Hamburger. Marcus Zenker und das Franchising-System bei McDonald’s.

 
McDonald’s ist in aller Munde – längst auch hierzulande. 2010 war mit einem Netto-Umsatzplus von 8,7 Prozent und 146 Millionen bewirteten Gästen sogar das erfolgreichste Jahr in der Geschichte von McDonald’s Österreich. In den derzeit 175 Restaurants des Systemgastronomie-Marktführers – 2010 hat McDonald's Österreich neun neue Standorte eröffnet – werden derzeit rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, 500 mehr als im Jahr zuvor. Was nur wenige wissen: Über 85 Prozent aller McDonald’s Restaurants werden von selbstständigen Unternehmern, also von Franchise-Nehmern, betrieben. Marcus Zenker ist einer von ihnen. Der 45jährige betreibt mit seiner Zenker Gesellschaft m.b.H. gleich zwei Restaurants: einerseits seit 1996 ein großes, bereits vorher bestehendes Restaurant im niederösterreichischen Deutsch Wagram. Und andererseits seit 1999 auch eine In-Store-Filiale im Shopping Center Nord in Wien, die Zenker selbst eröffnet hat.
 

Zurück nach Europa

Vor 45 Jahren in München geboren, war Zenker mit seiner Familie in den 80er Jahren nach Kanada ausgewandert. Seine kaufmännische Ausbildung führt ihn in Nordamerika in die Immobilienbranche, wo Zenker – mittlerweile kanadischer Staatsbürger – rasch Karriere macht und sich als Manager bewährt. Doch dann die Wende: „Als meine Tochter unterwegs war, haben wir irgendwann festgestellt, dass wir eine Grundsatzentscheidung treffen müssen. Also ob wir in Nordamerika leben und unsere Tochter da aufziehen möchten oder ob wir nach Europa „Ich habe während der Schulzeit bei McDonald’s gejobbt.“ gehen.“ Letztlich sei die Entscheidung für Europa aber einfach gewesen. „Wegen der kulturellen Vielfalt“, so Zenker heute. Berührungspunkte mit McDonald’s hätte es ohnedies immer gegeben, so Zenker: „Ich habe während der Schulzeit bei McDonald’s gejobbt.“ Der professionelle Quereinstieg bei McDonald’s in Österreich ergibt sich letztlich durch einen guten Jugendfreund. Und so schlägt Zenker, zuletzt Geschäftsführer einer Immobilienfirma in Vancouver, letzten Endes seine beruflichen Zelte in Österreich auf. Dass der doch radikale Schritt in die Selbstständigkeit ihm damals als „sehr vernünftige Alternative“ erschienen ist, erklärt Zenker mit dem vergleichsweise geringeren Risiko. Hintergrund: Das ausgeklügelte Franchising-System der Hamburger-Kette überlässt (fast) nichts dem Zufall.
 

Starkes  System

Franchise-Partner bei McDonald’s sind selbständige Unternehmer, die innerhalb eines bewährten Systems ein eigenes Restaurant besitzen und führen. Zenker: „Das Konzept ist von A bis Z durchdacht. Was man bei uns vermittelt bekommt ist ein System, das sämtliche Restaurantbereiche abdeckt und eine solide Basis bietet. Eine Basis, von der aus man nicht mehr allzu viele Fehler machen kann.“ Dem stehen umfangreiche Kriterien, etwa kaufmännische Erfahrung, insbesondere im Bereich Kostenmanagement und Marketing, die Bereitschaft zur „Das Konzept ist von A bis Z durchdacht"persönlichen Führung des Restaurants unter Verzicht auf jede andere berufliche Aktivität sowie geographische Flexibilität gegenüber. Der 100% Fokus auf die Aktivität als Franchisepartner ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Partnerschaft. Bei einer Lizenzvergabe sei der Zielort innerhalb Österreichs anfangs nämlich noch völlig offen, erzählt Zenker: „Wir wussten, dass wir nach Österreich gehen, aber wir wussten nicht wohin. Deutsch Wagram hat sich dann ergeben.“ Auch die Bereitschaft, ein langfristiges Vertragsverhältnis einzugehen und ein 9- bis 14-monatiges Training zu absolvieren, wird vorausgesetzt. Der erfahrene Franchise-Profi erinnert sich: „Es gibt sehr viele Personalthematiken, die man neu lernen muss. Es ist ein sehr intensives Ausbildungsprogramm in dem alles vermittelt wird, was man benötigt, um selbständig zu agieren.“
 

Kurse & Kammer-Service

Von den „ganz, ganz tollen Kursen“ die direkt in Chicago absolviert werden können, schwärmt Zenker noch heute: „Die sind von den Komponenten her schon ein bisschen mit MBA-Programmen vergleichbar. Das sind wirklich sehr hochkarätige Ausbildungsangebote, die Geschäftspartnern zur Verfügung stehen. Und das zu einem teilweise außerordentlich günstigen Preis-Leistungsverhältnis.“ Die Hilfe der Profis von der Wirtschaftskammer hat der Unternehmer „seitdem ich in Österreich tätig bin“ übrigens auch immer gerne in Anspruch genommen. Zenker: „Gerade wenn es um Personalfragen ging, habe ich immer auf die Serviceleistungen der Wirtschaftskammer zurück gegriffen. Das Service war immer sehr gut und hat mir sehr geholfen.“ McDonald’s selbst wiederum legt bei der Auswahl der Franchisekandidaten Wert auf besondere Management- und Führungsqualitäten – und entsprechendes Eigenkapital, rund 200.000 Euro müssen aus eigenen Mitteln aufgebracht werden. Im laufenden Betrieb werden übergreifende Leistungen wie beispielsweise der Einkauf zentral vom Franchise-Geber erbracht, wofür eine laufende Franchisegebühr im Ausmaß von fünf Prozent vom Umsatz zu berappen ist, weitere fünf Prozent sind für gemeinsame Werbeaktivitäten vorgesehen.
 

Große Brötchen backen

Die einmalige Franchisegebühr schließlich beträgt 40.000 Euro bei einem 20-Jahres-Vertrag, einen expliziten Gebietsschutz gibt es nicht. Zu guter Letzt müssen Interessenten auch ein günstiges Zeitfenster erwischen. Zenker: „Es ist nicht so, dass täglich Lizenzen vergeben werden.“ Versteht sich somit, dass angehende McDonald’s-Franchisenehmer vollen Einsatz an den Tag legen müssen. Marcus Zenker: „Man muss sich wirklich darüber im Klaren sein, dass „Man muss sich wirklich darüber im Klaren sein, dass man hundert Prozent seiner Energie und seiner unternehmerischen Tätigkeit auf das Führen der Restaurants ausrichten muss.“ man hundert Prozent seiner Energie und seiner unternehmerischen Tätigkeit auf das Führen der Restaurants ausrichten muss.“ Schon allein, um die hohen Qualitätsansprüche des Systems „McDonald’s in jeder Hinsicht zu erfüllen, so der Systemgastronom. Wer allerdings dazu bereit und befähigt ist, muss oft keine kleinen Brötchen mehr backen. Auch Marcus Zenker, der derzeit in seinen beiden Filialen etwa 50 Mitarbeiter beschäftigt, will noch höher hinaus: „Wir denken Richtung Expansion und ich hoffe, dass wir früher oder später unser Feld noch mit einem zusätzlichen Restaurant erweitern können.“
 
 
Marcus Zenker
ZENKER GESELLSCHAFT M.B.H.
McDONALD´S
1210 Wien, Ignaz Köck-Straße 1 (SCN) Top 121
2322 Deutsch Wagram, Dammstraße Parz. 1124
Tel.: 01/ 2716897
marcus.zenker@a1.net

www.mcdonalds.at