th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht twitter search print pdf mail linkedin google-plus facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home

Kicker-Sticker à la Carte

Fußball-Stickeralben für kleine Clubs als Geschäftsidee.

Der oberösterreichische Grafikdesigner Lukas Pletz erzählt, wie sein Business-Ball ins Rollen gekommen ist. Und warum er Büro und Wohnung strikt trennt.

Eigentlich kennt sie jedes Kind. Gemeint ist jene Geschäftsidee, die Giuseppe und Benito Panini reich gemacht hat – Fußball-Aufkleber, die in ein Album geklebt und gesammelt werden können. Erstmals im Jahr 1961 hatten die beiden Brüder ein derartiges Sammelalbum mit Aufklebe-Bildern italienischer Fußballmannschaften aufgelegt und so eine wahre Erfolgslawine losgetreten. Insider wissen, welche Dimensionen die Pickerl-Mania in den kommenden Jahrzehnten annehmen sollte. Heute gibt es längst keine Fußball-WM oder -EM mehr, bei der nicht Legionen von jungen und junggebliebenen Fans sammeln und tauschen würden, was das Zeug hält. Doch zurück in die Zeit Anfang der 60er Jahre. Damals steckt auch ein kleiner Fußballverein aus Österreich – die Sportunion Schweinbach aus dem Mühlviertel – in ihren Kinderschuhen. Und als die Oberösterreicher 50 Jahre später ihren runden Geburtstag feiern wollen, taucht eine schier unerhörte Idee auf:

Die Rückmeldungen waren fantastisch

Vereins-50er als Anstoß

Wie wäre es, den 50er des kleinen Vereins mit einem Sticker-Album im Stil der großen Panini-Klassiker zu begehen? Vater der Idee ist der 1987 geborene Lukas Pletz, damals bei einer Druckerei tätig und selbst Kicker in der Kampfmannschaft der Oberösterreicher. Gesagt, getan. Für Pletz wird das Projekt zum Hit: „Die Rückmeldungen waren fantastisch, im gesamten Verein entstand eine unglaubliche Euphorie. Und ganz nebenbei nahm der Verein durch den Verkauf der Sticker eine Menge Geld für die Vereinskasse ein.“ Die ehrenamtliche Umsetzung und Gestaltung des Stickeralbums für die Schweinbacher entpuppt sich als Schlüsselerlebnis für den gelernten Mediendesigner und Medientechniker, der seit seiner Jugend das Ziel der Selbstständigkeit vor Augen hat. Doch auch jenseits des 2012 realisierten Stickeralbum-Erstlings entwickelt die Nachfrage nach den Gestaltungen aus Pletz’ Hand eine erfreuliche Eigendynamik. Die Folge: „Ich fühlte mich mit meinen modernen und individuellen Grafiken und Designs bestätigt.“

Gründer-Workshop first

Ein lange gehegter Wunsch, die Bestätigung durch erste Erfolge und dann auch noch ein Schlüsselerlebnis. Und trotzdem stürzt sich der junge Oberösterreicher keineswegs Hals über Kopf in das Abenteuer Selbständigkeit. Statt dessen sucht er von Anfang an den Rat der Profis. Erste Station ist ein Gründer-Workshop des Gründerservice. Pletz: „Dieser Workshop hat mich endgültig davon überzeugt, mich selbständig zu machen.“ Das war Ende 2012. 

Ich kann das Gründerservice wärmstens weiterempfehlen

„Ich wurde sehr gut beraten, alle offenen Fragen wurden geklärt und viele wichtige Informationen an mich herangetragen.“ In 
der Folge besucht Pletz auch noch weitere Wirtschaftskammer-Veranstaltungen, um sich zusätzlich spezifisches Wissen zu Thematiken wie Versicherungen oder Buchhaltung anzueignen. Last but not least nimmt er auch die Gründungshilfe des AMS im Rahmen seiner sechsmonatigen Vorbereitungszeit in Anspruch und erstellt im Zuge des Förderungsprogramms auch einen Businessplan. Noch heute rät Pletz allen Interessierten: „Ich kann zukünftigen Gründern das Gründerservice der Wirtschaftskammern wärmstens weiterempfehlen. Ich wurde bei allen offenen Fragen und Problemen sehr kompetent unterstützt.“

Stickeralben spielen alle Stücke

Am 1. Mai 2013, nach neun Berufsjahren in verschiedenen Druckereien und intensiven Vorbereitungen, ist es schließlich soweit: Pletz macht sich als Werbegrafiker (www.team-design.eu) selbständig. Das Büro des Engerwitzdorfers im nahen Katsdorf ist sehr modern eingerichtet und fungiert gleichsam als Visitenkarte. Vor allem der große und edle Besprechungsraum lädt dazu ein, Projekte gemeinsam mit Kunden zu besprechen und zu präsentieren. Die Trennung von Büro und privater Wohnung empfiehlt Pletz uneingeschränkt weiter: „Man braucht immer einen Rückzugsort, um sich für neue Aufgaben regenerieren zu können. Außerdem erreicht man dadurch ein professionelleres Auftreten der eigenen Firma.“ Mittlerweile hat Pletz bereits vier individuelle Stickeralben für Vereine gestaltet und produziert, weitere sind schon in der Pipeline. Angeboten werden verschiedene, auf die Größe der Clubs abgestimmte Pakete mit Bildern von Spielern aus Kampfmannschaft, Nachwuchs oder Senioren, aber auch von Vereinsführung und Sportanlagen, dazu Auszüge aus der Vereinsgeschichte oder sogar Fans – alles ist möglich. Bis zu 40.000 Euro Gewinn pro Auflage seien für einen Verein möglich, wirbt der Gründer auf seiner Website. Doch damit nicht genug:

Euphorie & Emails

Mein Ziel ist es, mit meiner Firma stetig zu wachsen

„Es ist uns immer wieder eine Genugtuung zu sehen, wie Kinder und ältere Vereinsmitglieder gemeinsam Spaß am Sammeln und Freude mit den Stickeralben haben.“ Außerdem: „Die Sammelleidenschaft entfacht eine Euphorie, es kommen mehr Fans und Familien zu den Spielen, und der Verein wird auch attraktiver für neue Sponsoren.“ Neben den Stickeralben gehören aber auch klassische Visitenkarten, Briefpapier und komplette Geschäftsauftritte samt Logodesign zu Pletz’ Portfolio, dazu Flyer, Broschüren und andere Werbedrucksorten. Bleibt die Frage: Wie ist es in den ersten Monaten für den Jungunternehmer gelaufen? Lukas Pletz: „Grundsätzlich kann ich bisher ganz zufrieden sein. Mein Ziel ist, mich weiter am grafischen Sektor zu etablieren und mit meiner Firma stetig zu wachsen.“ Um das Produkt „Stickeralbum“ an den Mann zu bringen und Amateur-Sportvereinen schmackhaft zu machen, will Pletz demnächst noch seine Akquise verbessern. Denn der derzeitige Weg ist steinig: „Ich klappere die Webseite des Fußballverbandes ab und suche mir die Verantwortlichen der Vereine. Das mache ich Liga für Liga.“ In Zukunft will der junge Grafikdesigner daher mit einschlägigen Fußball-Webseiten kooperieren und so seine Bekanntheit steigern. Für ein erfolgreiches Wachstum ist der Gründer schon jetzt bestens gerüstet. Pletz: „Während meiner Ausbildung habe ich am WIFI den Lehrlingsausbilder gemacht. Im Wissen, dass ich ihn in Zukunft benötigen werde.“

Team:Design Graphic Arts
Inhaber Lukas Pletz

Ortsplatz 7
4223 Katsdorf
0664 2404225
office@team-design.eu
www.team-design.eu

https://www.xing.com/profiles/Lukas_Pletz

https://www.facebook.com/team.design.pletz