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Sandwich für zwei

Systemgastronomie mit rot-weiß-roter Wachstumsphantasie

Andreas Schellander u. Sandra Wassermann backen jetzt größere Brötchen. Und setzten auf ein Franchisesystem mit hohen Anforderungen.

 

„Wir haben schon über 120.000 Brote produziert. Das entspricht aneinander gereiht über 33 Kilometern oder der doppelten Länge des Wörthersees“, zieht Andreas Schellander stolz eine erste Bilanz. Seit dem 26. Oktober 2012 laufen die Geschäfte erfolgreich für den 30jährigen Klagenfurter, der gemeinsam mit einer langjährigen Freundin (der Klagenfurter Gemeinderätin Sandra Wassermann) in der Landeshauptstadt das erste Subway-Restaurant Kärntens eröffnet hat. Dabei haben die Kärntner, die mit der Schellander & Wassermann GmbH Franchisenehmer des Fastfood-Giganten aus den USA sind, ursprünglich eigentlich einen ganz anderen Weg eingeschlagen:


Hungriger Tischler

Nach einer facheinschlägigen Ausbildung an der HTL in Villach steigt Schellander direkt in den Familien-Einrichtungsbetrieb ein. Seit 2002 ist Schellander gemeinsam mit seinem älteren Bruder (Tischlermeister Norbert Schellander) an vorderster Front des innovativen Tischlerei-Unternehmens tätig. Dennoch traute sich der Techniker, eine zusätzliche Tätigkeit in einem völlig anderen Metier zu.

Obwohl die Möbel-Tischlerei auch weiterhin seine „Haupttätigkeit“ bildet, legt der junge Kärntner heute mehrmals in der Woche in seinem neuen Subway-Store Hand an. Bleibt die Frage: Wieso kommt ein Klagenfurter auf die Idee, sein unternehmerisches Glück ausgerechnet mit einem Systemgastronomie-Konzept aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu versuchen?


Erste Sandwich-Sehnsucht

Bereits 2006 war der Österreicher erstmals auf die 1965 im US-Bundesstaat Connecticut begründete Marke im Ausland aufmerksam geworden. Ihn begeistern die vor den Augen der Kunden frisch zubereiteten Sandwiches, die wegen ihrer länglichen Form an U-Boote erinnern – daher der an das englische Wort „Submarine“ erinnernde Markenname. Andreas

Ich war angetan, dass die Sandwiches auf Kundenwunsch individuell zusammengestellt werden und auch noch frisch und ernährungsbewusst sind.

 Schellander: „Ich war angetan von der Möglichkeit, dass die Sandwiches auf Kundenwunsch individuell zusammengestellt werden können und auch noch frisch u. ernährungsbewusst sind.“ Zuhause in Klagenfurt recherchiert der Kärntner, dass Subway zu diesem Zeitpunkt in Kärnten keinen Franchisenehmer hat. Schellander lässt sich damals zwar Informationsmaterial schicken, wartet aber noch auf seine Chance. Und die kommt:


Hohe Anforderungen

Während Subway – heute mit über 41.000 Restaurants in mehr als 105 Ländern vertreten – langsam auch in Österreich Fuß fasst, erwacht auch in Schellander erneut das Interesse. Bei gemeinsamen Tätigkeiten mit der damals als Referentin des Klagenfurter Bürgermeisters tätigen Sandra Wassermann – die beiden kennen sich gut aus dem Leo Club – nimmt die Idee zur gemeinsamen Selbstständigkeit konkrete Formen an. Und dann geht eigentlich alles Schlag auf Schlag: Gespräche in der Subway-Zentrale, Absolvierung eines intensiven Schulungsprogramms, und vor allem die Wahl eines geeigneten Standorts folgen. „Die Subway-Expansionsabteilung hat uns Standorte vorgeschlagen, und da war auch unser jetziger dabei“, so Schellander. Nachsatz: „Gott sei Dank hat sich diese Wahl als richtig erwiesen.“ Generell seien die Anforderungen an Interessenten für den Erwerb einer Franchising-Lizenz bei Subway „relativ hoch“, erzählt Schellander. So muss für den jeweiligen Standort ein genauer Geschäftsplan erstellt werden, wobei umfangreiche Vorgaben zu berücksichtigen sind. Und dann ist natürlich Kapital für den Erwerb einer Lizenz erforderlich. Aber: „Für die Investition ist ein sechsstelliger Betrag notwendig“.


Laufende Evaluierungen

Das Unternehmen selbst gibt sich im Internet (www.subway-sandwiches.de) noch detaillierter. „Als Lizenzgebühr sind einmalig 7.500 Euro fällig. Die Gesamtinvestitionssumme für ein Restaurant beträgt je nach Größe und Anforderungen des Standortes zwischen 120.000 und 200.000, wovon circa ein Drittel als Eigenkapital vorhanden sein muss“, heißt es da. Und weiter: „Vom monatlichen Nettoumsatz fallen noch 8 Prozent Franchisegebühr und 4,5

Es gibt mindestens einmal im Monat eine Evaluierung

 Prozent Werbegebühr an. Dazu kommt eine „sehr gute“ Betreuung. Schellander: „Es gibt mindestens einmal im Monat eine Evaluierung.“ Viele hätten damit zwar keine rechte Freude, allein: „Das Prozedere dient der regelmäßigen Überprüfung auf Einhaltung von Richtlinien u. Qualitätsstandards u. bietet daher eine wichtige Orientierung bzw. Hilfestellung im operativen Bereich.“


Die Helfer

Gut betreut werden auch die mittlerweile 15 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, darunter auch die Mutter von Wassermann. „Gerade in der Startphase war die Firma sehr auf die Familie angewiesen“, erinnert sich der Kärntner. Aber: „Wir waren uns zu zweit sicher, dass wir das gemeinsam schaffen.“ Sandra Wassermann und Andreas Schellander teilen sich heute die operative Leitung des Unternehmens, wobei der Teilzeit-Tischler sich vor allem um 

Wir waren uns sicher, dass wir das gemeinsam schaffen

Warenwirtschaft, die wöchentliche Inventur und letztlich die kaufmännische Geschäftsführung kümmert. Die junge Gemeinderätin hingegen ist kümmert sich speziell um das Thema Personalplanung, Marketing u. verstärkt meistens zu den Stoßzeiten das Team hinter Theke. „Ohne diesen Einsatz wär dies alles auch nicht bewältigbar“ so Schellander. Hilfe kam im Vorfeld aber nicht nur von den Familien, sondern auch von Expertenseite. Schellander: „Die Angebote von Wirtschaftskammer und Gründerservice waren sicher hilfreich, weil man einfach alle Ansprechpartner direkt im Haus hat.“ Nicht zuletzt die raschen Auskünfte in Rechtsfragen seien „sehr lobenswert“ gewesen.


Wachstum

Mit dem Erfolg sind der 30jährige und seine 29jährige Partnerin indes sehr zufrieden: „Wir liegen über den Erwartungen unseres eigenen Geschäftskonzepts und sind in der glücklichen Lage, von Expansion sprechen zu können.“ Dass Subway die Anzahl heimischer Restaurants hochschrauben will, eröffnet da neue Wachstumsperspektiven.

Wir haben schon die nächste Lizenz erworben

O-Ton Schellander: „Wir haben schon die nächste Lizenz erworben und planen zeitnah eine Expansion innerhalb der nächsten Monate in einer Bezirksstadt. Einen genauen Zeitpunkt gibt es aber noch nicht, konkrete Standortverhandlungen aber schon. Und auch in Klagenfurt sind wir schon relativ weit für einen zweiten Standort.“


Andreas Schellander
Schellander & Wassermann GmbH

Völkermarkter Straße 274
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel: 0650 3567889
office@subway-klagenfurt.at
www.subway-klagenfurt.at, www.subway-austria-franchising.at